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Matratzen

Federkern, Kaltschaum oder Latex

„Wie man sich bettet, so liegt man“, weiß der Volksmund. Man könnte auch sagen, je besser das Bett, desto besser (und damit erholsamer!) ist der Schlaf. Wie gut ein Bett ist, hängt vor allem von der Matratze ab. Und da gibt es sehr viele verschiedene Materialien und Modelle. Mit diesem Beitrag wollen wir etwas Licht ins Schlafzimmer bringen und die unterschiedlichen Matratzentypen genauer beschreiben. Heute stellen wir Ihnen die wesentlichen Unterschiede zwischen Federkern-, Kaltschaum- und Latex-Matratzen vor. In weiteren Artikeln gehen wir auf alternative Materialien (z.B. Kokos) ein und geben Tipps zu Härtegraden und zur Pflege von Matratzen.

Das Wichtigste vorweg: Es gibt weder DIE „richtige“ Matratze, noch gibt es DIE falsche.  Aber es gibt Matratzen, auf denen schläft man besser als auf anderen. Gut schläft man, wenn die Matratze zum eigenen Schlaftyp und Körpergewicht passt.

Wie man sich bettet, so liegt man.

Federkern-Matratzen
Federkern-Matratzen sind preisgünstig und weit verbreitet. Metallfedern im Inneren geben der Matratze die nötige Stabilität. Die Federn sind miteinander verbunden, wodurch die ganze Matratze eine Einheit bildet. Für die Polsterung werden vorwiegend Schaumstoffe, Baumwolle, Schafswolle oder Rosshaar verwendet. Bei den Bezügen hat jeder Hersteller sein bevorzugtes Material. Die Auswahl reicht von Baumwolle bis hin zu Polyesterstoffen.

Vorteile von Federkern-Matratzen
+ günstiger Preis
+ gute Luftzirkulation

Nachteile von Federkern-Matratzen
– passen sich nur als „Ganzes“ dem Körper an
– keine einzelnen Stützpunkte für den Körper
– relativ starres System

Die höherwertigen Taschenfederkern-Matratzen (auch bekannt als Tonnentaschen-Federkern-Matratzen) gleichen diese Nachteile etwas aus. Bei diesen Matratzen sind die Federn nicht miteinander verbunden, sondern in kleine Taschen (Säckchen) eingenäht. Über Variationen bei der Anzahl und Stärke der Federn lassen sich die Eigenschaften des Matratzenkerns den individuellen Anforderungen anpassen. Die einzelnen Federn verleihen der Matratze dabei eine punktelastische Stützkraft. Verbreitet sind die so genannten 5-Zonen-Matratzen und 7-Zonen-Matratzen. Damit können Kopf, Schulter, Lendenwirbel, Becken und andere Bereiche des Körpers unterschiedlich ergonomisch gestützt werden.

Vorteile von Taschen-Federkern-Matratzen
+ hohe Stützkraft und Punktelastizität
+ gute Luftzirkulation

Bei Taschen-Federkern-Matratzen sollten Sie darauf achten, dass hochwertige Federn verarbeitet wurden.

Beispiele für Taschenfederkern-Matratzen finden Sie in unserem Online-Shop.

Kaltschaum-Matratzen
Der Kern einer Kaltschaum-Matratze besteht in der Regel aus kalt aufgeschäumten Polyurethan. Achtung: verwechseln Sie diese bitte nicht mit den preisgünstigeren Schaumstoff-Matratzen.

Der Kaltschaumkern kann den Körper des schlafenden Menschen sehr gut stützen, weil das Material sich perfekt den einzelnen Körperzonen anpasst. Je nach Auflagekraft gibt die Matratze mal mehr und mal weniger nach. Die einzelnen Körperpartien können so unterschiedlich tief in die Matratze einsinken. Das entlastet vor allem die Wirbelsäule. Kaltschaum-Matratzen sind relativ leicht, weshalb sie sich einfach wenden lassen.

Eine besondere Art der Kaltschaum-Matratze ist die viskoelastische Matratze. Zusätzlich zum Kern aus geschäumten Polyurethan besteht ihre oberste Schicht aus einem elastischen Schaum, der auf die menschliche Körpertemperatur reagiert.

Vorteile von Kaltschaum-Matratzen
+ gute Stützkraft und Punktelastizität
+ Langlebigkeit
+ gute Luftzirkulation
+ eichfaches Wenden und Beziehen
+ passen sich verstellbaren Lattenrosten gut an

Nachteile von Kaltschaum-Matratzen
– leicht entflammbar
– viskoelastische Matratze: viele Modelle nur einseitig nutzbar

Beispiele für Kaltschaum-Matratzen und viskoelastische Matratzen finden Sie in unserem Online-Shop.

Latex-Matratzen
Das Naturprodukt Latex wird aus Kautschuk gewonnen. Obwohl Latex vergleichsweise weich ist, stützt es den Körper im Schlaf ähnlich gut wie eine Kaltschaum-Matratze. Damit das Latex im Matratzenkern atmen kann, werden die Zellstrukturen aufgebrochen. Geschlossene Bettkästen sind daher für Latex-Matratzen ungeeignet, weil der Bettkasten die wichtige Luftzufuhr unterbricht.

Neben dem reinen Naturlatex gibt es auch Latex-Matratzen aus künstlichem Synthetiklatex. Einige Hersteller setzen auf eine Mischung aus Natur- und Synthetiklatex.

Latex-Matratzen sind relativ schwer, sollten aber für eine bessere Lüftung und Feuchtigkeitsregulierung dennoch häufiger gewendet werden. Bei den so genannten Stiftlatex-Matratzen sorgen punktuelle Vertiefungen (Stifte) für eine bessere Luftzirkulation und eine höhere Elastizität.

Vorteile von Latex-Matratzen
+ sehr gute Stützkraft und Punktelastizität
+ Langlebigkeit
+ passen sich verstellbaren Lattenrosten gut an

Nachteile von Latex-Matratzen
– hohes Gewicht, schwerer zu wenden
– brauchen regelmäßige Luftzufuhr (häufigeres Wenden)
– nicht geeignet für geschlossene Bettsysteme

Beispiele für Latex-Matratzen finden Sie in unserem Online-Shop.