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Tipps für Handy-Nutzer

Die Diskussion darüber, ob die von Mobiltelefonen abgegebenen Strahlen (Elektrosmog) krank machen oder nicht, ist beinahe so alt, wie das erste Handy. Nach wie vor sind Wissenschaftler uneins über die möglichen Gefahren der Allzeit-Erreichbarkeit. Neueste Forschungsergebnisse (siehe Focus-Bericht) lassen aber heute schon erahnen, dass in ein paar Jahren einiges auf uns zukommt. Erfahrungen der Vergangenheit (PCB, Asbest, Formaldehyd) mahnen jedenfalls, mit geeigneten Schutzmaßnahmen nicht so lange zu warten, bis die ernüchternden Fakten zweifelsfrei auf dem Tisch liegen. Denn wenn das brühmte Kind erst einmal im Brunnen liegt, wird’s schwierig, es da wieder herauszuholen.

Ganz auf ein Handy oder Smartphone zu verzichten, ist in unserer modernen Informations- und Kommunikationsgesellschaft schwierig, für manche Berufsgruppe sogar unmöglich. Dennoch gibt es ein paar ganz einfache „Handyregeln“, mit denen Du die Strahlenbelastung für Deinen eigenen Organismus reduzieren kannst. Wir wollen bewußt sachlich an dieses Thema  herangehen, ohne die typischen Dogmen von „uneingeschänkt dafür“ bis „kompromisslos dagegen“.

  • Achte beim Kauf Deines Mobiltelefons neben Design und Technik auch auf den SAR-Wert. Der SAR-Wert (gemessen in Watt / kg) benennt die Sendeleistung. Je geringer der SAR-Wert, desto geringer und strahlungsärmer ist die Sendeleistung. Ab einem SAR-Wert von kleiner als 0,6 W/kg gelten Handys als strahlungsarm. „Spitzengeräte“ erreichen Werte von 0,2 und weniger. Leider gibt es aber auch ein paar top-aktuelle Handys, die mit 1,0 W/kg eine hohe (und nicht mehr zeitgemässe) Strahlung abgeben.
  • Halte Deine Handygespräche so kurz wie möglich.
  • Nutze für längere Gespräche das Festnetz.
  • Verwende ein gutes Headset (aber kein Billigteil, das zugleich auch als Antenne dient).
  • Alternativ: Schalte den Lautsprecher ein und halte das Handy (wie ein Funkgerät) 10 bis 15 cm vom Ohr weg.
  • Telefoniere möglichst dort, wo Du einen guter Empfang habt. Je schlechter die Empfangsqualität, desto höher muss das Handy seine Sendeleistung schrauben. Generell schlechten Empfang hast Du in Tiefgaragen, Fahrstühlen und Gebäuden mit massivem Mauerwerk.
  • Im Auto nur mit Außenantenne telefonieren. Das gilt auch für Mitfahrer. Damit die Funkwellen durch die Blechkarosse kommen, muss das Handy mit höherer Leistung senden.
  • Moderne Handys verfügen über einen Flugmodus. Dabei sind sämtliche Funkverbindungen deaktiviert. Schalte den Flugmodus ein, wenn Du Dein Handy gerade nicht brauchst.
  • Nachts sollte kein funkendens Handy direkt neben Deinem Kopf (z.B. auf dem Nachtschrank) liegen.
  • Trage ein eingeschaltetes Handy nicht nah am Herzen und – das gilt besonders für Männer – auch nicht in der Hosentasche.

Kinder und Handys sind ein schwieriges Thema. Wie viele andere elektrische Geräte auch, üben Mobiltelefone eine magische Anziehungskraft auf Kinder und Teenager aus, bsonders Smartphones sind als tragbare Spielkonsole sehr beliebt. Allerdings können Kinder den Gebrauch solcher Geräte selbst kaum dosieren und wissen nicht, wann es „reicht“. Hier ist ganz besonders die elterliche Sorgfalt gefordert.