Neue Beiträge

Beifuss-Ambrosia: Ein Schwergewicht unter den Pollen-Allergenen

In die Hundesprache übersetzt heißt “Bei Fuß!” so viel wie “Komm zu Herrchen!” Deutlich weniger kontaktfreudig zeigt sich der Mensch, wenn vom Beifuß als Vertreter der Korbblütler die Rede ist. Für die Zurückhaltung gibt es einen guten Grund: Die aggressiven Pollen der Beifuß-Ambrosie (Traubenkraut) zählen unter den Blütenpollen-Allergenen zu den Schwergewichten. Schon sechs Beifuss-Pollen auf einen Kubikmeter Luft reichen aus, um bei empfindlichen Menschen eine heftige allergische Reaktion auszulösen. Von diesen Pollen verteilt eine einzige Beifuß-Ambrosie bis zu einer Milliarde(!) in ihrer Umgebung.

Die eigentliche Heimat der Beifuß-Ambrosie ist Nordamerika. In den USA geht mittlerweile der Löwenanteil aller Pollen-Allergien auf das Konto dieser unscheinbaren Pflanze. Bereits jeden vierten Amerikaner nötigt das Traubenkraut zu Heuschnupfen oder allergischem Asthma. Tendenz steigend. Weil die Behandlungskosten für Heuschnupfen und Asthma sprunghaft geklettert sind und kranktheitsbedingte Ausfälle die Produktivität amerikanischer Unternehmen belasten, haben die Amerikaner der Beifuß-Ambrosie den Kampf angesagt. Mit enormen Anstrengungen wollen Gesundheits- und Landwirtschaftsbehörden gemeinsam die zunehmende Ausbreitung der Pflanze eindämmen.

Von solchen Aktionen sind wir in Deutschland noch weit entfernt. Begünstigt durch den Klimawandel mit seinen immer milderen Temperaturen fühlen sich Ambrosia inzwischen auch bei uns sehr heimisch. Und das, obwohl sie lange Zeit nur beiläufig beachtet wurden. Ein Fehler, wie Experten jetzt meinen. Biologen mahnen an, die zunehmende Verbreitung des Traubenkrauts mit all seinen negativen Folgen für die Gesundheit und Pflanzenwelt ernster zu nehmen. Anders als in einigen EU-Ländern, gibt es in Deutschland (noch) keine keine Melde- oder gar Bekämpfungspflicht für die Beifuß-Ambrosie.

Das könnte sich bald ändern, denn Wissenschaftler der Universität München legten alarmierende Zahlen vor. Rechne man Behandlungen von Allergiepatienten, deren kranktheitsbedingte Fehltage und die Ausgaben der Landwirtschaft zur Bekämpfung der Ambrosia zusammen, überschreite die Summe die Milliardenmarke.

Wer allergisch auf die Beifuß-Ambrosie reagiert, hat andere Probleme als Zahlenspiele. Brennende Augen, laufende Nase, gereizte Schleimhäute und asthma-ähnliche Anfälle sind die häufigsten Symptome. Das immer noch wirksamste Mittel gegen das Ambrosia-Allergen ist es, jeglichen Kontakt mit den Pollen zu meiden. Draußen in der freien Natur ist das nicht so einfach, denn die Blütezeit dauert gut vier Monate vom Hochsommer (Juli) bis in den Herbst (Oktober) hinein. In den eigenen vier Wänden sieht es da schon besser aus. Luftreiniger mit modernen HEPA-Filtern holen bis zu 99,97 Prozent der Pollen-Allergene aus der Raumluft. Da kann man doch aufatmen.

Passende Angebote und noch mehr Beratung finden Sie unter www.luftreinger.com

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*